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Lokalderby am Tag der Arbeit endet mit einem Heimsieg der Damen

Am 1. Mai-Feiertag trafen sich die beiden Mannschaften des TuS Alchen und der Fortunen aus Freudenberg zum Rückspiel der Damen A-Kreisliga um 17 Uhr auf der Wolfskaute. Knapp 100 Zuschauer wollten sich dieses Derby nicht entgehen lassen und waren nach Alchen gefahren bzw. durch die wie es am 1. Mai üblich ist, in mehr oder weniger guten Zustand durch die angrenzenden Wälder gepilgert.
Die Partie hatten noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen, da verletzte sich schon eine Fortunin durch einen unglücklichen Zusammenprall am Knie und musste ausgewechselt werden, der der TuS Alchen auf diesem Weg gute Besserung und eine schnelle Genesung wünscht. Die ca. 8 Mann starke Promille-Fraktion aus Freudenberger Anhängern unterstützte auf jeden Fall bis zur 81. Minute ihre Mannschaft lautstark mit überwiegend dem Schiedsrichter gegenüber unqualifizierten Äußerungen, die dem übermäßigen Alkoholgenuss an diesem Tag zugeschrieben werden mussten. Spielerisch war die erste Hälfte wahrlich kein Leckerbissen für die zahlreich angereisten Fans. Nachdem ein Zuschauer, der es sich in der Halbzeitpause im 5-Meter-Raum mit einem Nickerchen gemütlich gemacht hatte, "weg geräumt" worden war, ging es unter der ruhigen Leitung des Unperateiischen Brandenberg weiter, obwohl es den müden "Krieger" der Halbzeitpause in der 50. Minute noch einmal torkelnd in das laufende Spielgeschehen zog. Es waren knapp 60 Minuten gespielt da hätte der Gast fast das erste Mal gejubelt, denn ein Eckball wurde per Kopf auf die Öalcher Latte gedrückt. Unter den Augen des erst in der Halbzeitpause von einem 80. Geburtstag gekommenen und mit einem blauen Anzug standesgemäß gekleideten "Vorstandsvorsitzenden der TuS Alchen Fussball AG" Ralf Müller, nahm Jessy Bender in der 63 Minute im Mittelfeld Fahrt auf, ließ einige Fortuninnen stehen und ihr Abschluss konnte soeben noch von Freudenbergs Torhüterin geklärt werden. Den fälligen Eckstoß von Larry setzte Sarah Mengel per Kopf zu ungenau in die Arme des Keepers. Kurze Zeit später, das Spielgeschehen hatte sich schon wieder auf die andere Seite verlagert, versuchte der Gast mittels Heber unsere Keeperin zu überlisten, doch Kim riss gedankenschnell ihre Arme in die Höhe und zog förmlich den Ball mit ihren schwarzen Handschuhen an sich, als wären Saugnäpfe daran verbaut. Dann kam die besagte 81 Minute, nach der die laustarke Unterstützung im Gästeblock verstummte. Aileen Helsper hatte im Mittelfeld eine Gegenspielerin „alt aussehen lassen“ und im Augenwinkel die auf der gegenüberliegenden Seite heransprintende Jessy entdeckt und mit einem Sahnepass mustergültig in Szene gesetzt. Frau Bender hatte keine Mühe den Millimeter genau getimten Pass mitzunehmen und mit ihrer Schnelligkeit der Gegenspielerin zu entkommen. Völlig frei vorm Tor behielt sie dann zur Begeisterung der Alcher Anhängerschaft die Nerven und setzte das Leder überlegt in die gegnerischen Maschen. Der Jubel war groß und der Freudenberger Widerstand gebrochen. Nach dem Abpfiff skandierten alle Alcher Fankehlen den "Derbysieger" gemeinsam. Die Mannschaft bedankt sich bei ihren zahlreichen Fans, auch bei denen auf der "Ostribüne", für die lautstarke Unterstützung. Natürlich auch bei Ralf und Knut, die dafür sorgten, dass der Flüssigkeitshaushalt nach dem Spiel wieder ins Gleichgewicht gerückt werden konnte.